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Bericht vom Ausschuss für Planung, Umwelt- und Klimaschutz am 19.11.2025

... 3 Hecken konnten bereist vorgeführt werden: Am Zehdal (Emmelndorf), Brackeler Str. (Holtorfsloh) und in Metzendorf. Weiterhin werden zwei Regenrückhaltebecken ökologisch aufgewertet. Sie sind durch Baumaufwuchs verschlammt und verschattet. Es werden Bäume zurückgeschnitten, damit es wieder Licht für die  Wasserbewohner gibt.

Das regionale Raumordnungsprogramm (RROP) des Landkreises hat die erste Beteiligungsrunde hinter sich und wird überarbeitet. Die geplanten Windvorranggebiet im Bereich Maschen / Stelle wurde wesentlich verkleinert, aber fast ausschließlich auf der Steller Seite (siehe Anlage). Die Gemeinde Seevetal ist weiterhin gegen die Flächen und hatten Flächen im Bereich Neuland vorgeschlagen im Anschluss an Hamburger geplante Flächen. Unsere Gemeinde besitzt im geplanten Windgebiet wie große Ökokonto- und Ausgleichsflächen und kann Windenergieanlagen dadurch verhindern oder erschweren. Windenergieanlagen können auch in Vorranggebieten nur mit Zustimmung des Eigentümers gebaut werden. Wenn die Flächen Aufnahme ins endgültige RROP finden, werden die Karten allerdings neu gemischt. Die Gemeinde könnte viel Geld verdienen, wenn sie Windenergieanlagen ermöglicht.

Maschen 59 Alte Bahnhofstraße (siehe Lageplan)
Diese Planung aus dem Jahre 2019 für eine Bebauung im Maschener Moor/Birkenmoor kocht wieder hoch und wurde als Stimmungstest erneut vorgestellt

Wir haben dagegen vorgebracht:

  • Auch wenn es sich um einen Randbereich handelt, durch die Bebauung wird die Zerstörung des Moors fortgesetzt
  • Das Gebiet ist vom Landkreis im Landschaftsrahmenplan als naturschutzgebietswertig erkannt.
  • Wieder wird im Moor gebaut, gerade ist das Baugebiet am Höchtweg beschlossen worden.
  • Die Bebauung wertvoller Bereiche ist ein Widerspruch zur Haltung bei anderen Planungen, wo das Moor und die Seevetaler Natur als besonders schützenswert herausgestellt werden (Raststätte / ICE-Planung der Bahn).
  • Eine Schwelle im Graben am Moorweidendamm wurde vor Jahren von Unbekannten entfernt, dadurch wird das Birkenmoor entwässert, der Wasserstand sinkt, das Moor blutet aus.
  • Der Entwurf ist sehr eng, jede Menge Parkplätze, teilweise schlecht anzufahren. Zugang zu den Haustüren zwischen den Autos nur 1,50 m breit.
  • Versiegelung im Baumwurzelbereich (Kronendurchmesser plus 1,50 m müssen freigehalten werden, bevor abgegraben werden darf.)
  • Der Anteil preisgedämpfter Wohnungen ist zu klein, nur 10 von über 50 Wohnungen und nur für 20 Jahre, Anfangsmiete 12 Euro/m². Wir fordern ein Drittel preiswerte Wohnungen über 30 Jahre (Standard in Hamburg).

Die Verwaltung berichtete, sie hat mit dem Landkreis Gespräche über die Wasserhaltung im Birkenmoor geführt und hatte eine Anhebung des Wasserstandes als Ausgleichsmaßnahme vorgeschlagen. Die Haltung der Unteren Naturschutzbehörde ist enttäuschend. Von der fehlenden Schwelle wusste niemand etwas und es gibt auch keine Unterlagen, wer diese Schelle aus welchem Grund angelegt hat (nach unserer Kenntnis wurde sie wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Bau des Rangierbahnhofs angelegt). Der Landkreis hat sich sogar gegen eine Wasserstandsanhebung ausgesprochen. Das würde auch benachbarte Grundstücke vernässen und die könnten dann ihren Wald nicht mehr so gut nutzen und hätten einen wirtschaftlichen Schaden.

Die Zukunft sieht jetzt so aus, dass das Moor langsam austrocknet und verwaldet. Die Naturschutzbehörde hat es anscheinend schon aufgegeben

Die Pläne wurden mit 5 Stimmen der CDU/FDP zustimmend zur Kenntnis genommen. 2 Grüne und eine Freie Wählerin haben dagegen gestimmt. 3 Enthaltungen kamen von der SPD, auch dort mochte man wegen des Moorthemas nicht zustimmen.

Der Vorhabenträger wird nun die Unterlagen komplett ausarbeiten und wieder vorlegen.

Gestaltungssatzung Ramelsloh, Ohlendorf, Holtorfsloh
Vortrag des Architekten Hachenberg. Die Bestandsaufnahme ist abgeschlossen. Es hat einen öffentlichen Workshop mit großer Beteiligung gegeben (über 100 Personen). Es gibt erste Ansätze für Regelungen. Macht einen guten Eindruck.

Kommunale Wärmeplanung
Das Guatchten durch die EWE ist kurz vor Fertigstellung.

Maßnahmenempfehlungen:

1.      Bürgerinformation zu Gebäude und Heizungssanierung
In Zusammenarbeit mit dem Landkreis Harburg und aufbauend auf deren Angebot sollen geeignete Informationsformate entwickelt werden. 

2.      Austausch mit Betreiberinnen und Betreibern von Biogasanlagen
Regelmäßiger Austausch über das Potential hiesiger Biogasanlage und deren Abwärme.

3.      Untersuchung interkommunales Wärmenetz mit Stadt Hamburg
Die Stadt Hamburg plant aufbauend auf verschiedenen Wärmequellen (im Wesentlichen Industrie Abwärme aus dem Harburger Hafen) ein großes Wärmenetz. Die Gemeinde Seevetal wird prüfen, ob sich hieraus auch Möglichkeiten zur Wärmeversorgung auf Seevetaler Gemeindegebiet ergeben.

4.      Machbarkeitsstudie Wärmenetzeignungsgebiet in Maschen: „Alte Bahnhofstraße“
Die Gemeinde untersucht das Potential zur Umsetzung eines Wärmenetzes in Maschen rund um die Alte Bahnhofstraße im Bereich zwischen Moorweidendamm und dem Ortsausgang in Richtung Meckelfeld (Übergang zur Seevestraße). Zusätzlich fungiert die Gemeinde als Multiplikator zwischen Eigentümerinnen und Eigentümerinnen, entsprechenden Anbieterinnen und Anbietern von Wärmenetzen. Die Gemeinde Seevetal wird nicht Betreiberin eines solchen Wärmenetzes. 

5.      Machbarkeitsstudie Wärmenetzeignungsgebiet in Meckelfeld: „Appenstedter Weg/Roggenkamp/Lönsring“
Die Gemeinde untersucht das Potential zur Umsetzung eines Wärmenetzes in Meckelfeld entlang des Appenstedter Wegs inklusive Seitenstraße mit Mehrfamilienhausbestand zwischen den Straßen Roggenkamp und Lönsring. Zusätzlich fungiert die Gemeinde als Multiplikator zwischen Eigentümerinnen und Eigentümerinnen, entsprechenden Anbieterinnen und Anbietern von Wärmenetzen. Die Gemeinde Seevetal wird nicht Betreiberin eines solchen Wärmenetzes.

Die Umsetzung wird ein sehr schwieriges Thema. Durch ein Wärmenetz mit Biogas oder einer großen Wärmepumpe kann zwar CO2 gespart werden. Das Heizen wird aber nicht unbedingt günstiger. Der Wärmeerzeuger und das Wärmenetz kosten viel Geld. Gas und Öl sind derzeit zu billig.

Es waren zwei Vertreter einer Wohnungseigentümergemeinschaft aus Meckelfeld im Publikum, die von ihren bisher erfolglosen Bemühungen erzählten, für 105 Wohnungen die bisherige 27 Jahre alte Ölzentralheizung zu ersetzen. Gutachter sind knapp und schaffen die Arbeit kaum, auf Ausschreibungen meldet sich keine Firme, die eine neue Heizung einbauen will. Zusätzlich zur Heizung müsste das Haus auch gedämmt werden, es leben aber viele Rentner dort, die das Geld nicht haben. Oder die Eigentümer leben nicht dort und haben die Wohnung vermietet, denen ist es egal, wieviel der Mieter an Heizkosten zahlt. Die geplanten Kosten sind vom Start vor 5 Jahren bis heute von 700.000 Euro auf 1,3 Mio. Euro angestiegen.



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