• Möglichkeiten in Seevetal aktiv zu werden und Demokratie zu stärken

Bericht vom Ausschuss für Planung, Umwelt- und Klimaschutz vom 09.04.26

gute Maßnahmen von der Verwaltung auf den Weg gebracht

Herr Clausing machte auf das Problem von freilaufenden Hunden auf Naturschutzflächen aufmerksam. Auf den gemeindlichen Ausgleichsflächen
dürfen Hunde nie frei laufen, im übrigen Außenbereich gilt dies nur in der Brut- und Setzzeit vom 1.4.-15.6.. Hunde schrecken bodenbrütende Vögel und
Wild auf. Hundekot verunreinigt das Heu. Ende März wurden provisorische Schilder aufgestellt, die aber schon herausgerissen wurden. Hundehaltende
verhalten sich bei Ansprache teils neutral teils unwillig.
Was soll die Gemeinde tun? Stabile Schilder? Teuer Einzäunen? Bußgelder verhängen?

Wir Grüne waren eher für Schilder, vielleicht mit bildlichen Darstellungen von Vögeln im Nest oder ähnlich, um Verständnis zu wecken. Die CDU meinte,
stabile Schilder würden auch herausgerissen, geraten dann beim Mähen in landwirtschaftliche Maschinen und verursachen großen Schaden (war ernst
gemeint). Verwaltung meint, dass auf Dauer wohl nur Zäune helfen. Ein Beschluss wurde nicht gefasst.

Herr Pflüger (Baumpfleger) berichtete über den Einsatz von Bioziden und Pflanzenschutzmitteln in Seevetal. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist in Seevetal nur das letzte Mittel,
wenn andere Maßnahmen versagen
.
Beispiele: die Bekämpfung von Zünslerlaven im Buchsbaum, die Schimmelbekämpfung in Gebäuden und die Rattenbekämpfung (Lebendfallen und Totschlagfallen sind sehr personalintensiv, erzeugen Lerneffekte bei den Tieren und werden unwirksam), die Verdrängung der amerikanischen Traubenkirsche mit Glyphosat.

Erfolge ohne Pflanzenschutzmittel konnten erzielt werden bei: Absaugen von Eichenprozessionsspinnern von Eichen, Bekämpfung von Jakobskreuzkraut mit Schaf- und Rinderbeweidung, Verdrängung von japanischen Staudenknöterich durch Schafe und Ziegen.
 

Beitritt zu Kommbio e. V.

Die Gemeinde tritt dem Netzwerk für biodiversitätsfördende  und klimaangepasste Kommunen bei. Dort tauschen Kommunen Tipps aus, wie der Siedlungsraum biologisch vielfältiger werden kann und wie auf die Herausforderungen durch Klima, Hitze, Trockenheit und Starkregen reagiert werden kann.
 

Herr Jareis berichtete von der gut besuchten Veranstaltung am 17. März 2026 in der Burg Seevetal über die kommunale Wärmeplanung vor. Fachleute erklärten, was das für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer bedeutet, welche Fördermöglichkeiten es gibt und welche klimafreundlichen Heizoptionen sinnvoll sind. Die Gemeinde plant daraufhin die Wiedereinführung einer Energieberatung durch die Gemeinde für Privatleute.

Umgang mit Anträgen auf Solarparks:

Entlang von Autobahnen und Schienenstrecken können Solarparks ohne Bebauungsplan gebaut werden. Derzeit laufen um die 10 Verfahren, meist im Süden um Host / Ramelsloh / Ohlendorf. Die Gemeinde ist im Prinzip machtlos.
In Seevetal geht die Gemeinde trotzdem gegen Vorhaben vor, wenn die Solarparks nicht in das gemeindliche Solarkonzept passen. Es laufen zur Zeit mehrere Klagen gegen Baugenehmigungen des Landkreises.

Ich hatte angemerkt, dass man bei Baugenehmigungen des Landkreises eher von einer Rechtmäßigkeit ausgehen sollte und ob solche Prozesse nicht  sinnlose Kosten verursachen. Die Bürgermeisterin meinte, die Gemeinde hätte rechtliche Beratung und sieht gute Chancen, unerwünschte Solarparks zu verhindern.
 

Gemeinschaftliches Wohnen

Die Bauamtsleiterin Frau Hilpert möchte den Bedarf für gemeinschaftliches Wohnen in Seevetal ermitteln. Geplant ist dazu eine öffentliche Infoveranstaltung und eine Veranstaltungsreihe auf der Bewohner:innen über ihre Erfahrungen in Baugemeinschaften / Kleingenossenschaften berichten.
 

Bebauungsplan Maschen 59 "Alte Bahnhofstraße/ Moorweidendamm"

Wir und die Freien Wähler lehnen das Baugebiet wegen der grundsätzlich falschen Lage in Moor- und Moorübergangsbereichen weiterhin grundsätzlich ab. Anzuerkennen ist, dass die Planer sich Mühe bei der Planung im Bereich Wasser und Naturschutz gegeben haben. So wird das Regenwasser auf offenen Flächen und Rinnen ins Moor geleitet, um den Wasserzufluss zu erhöhen. Die
16 mietgünstigen Wohnungen sind immerhin für 20 Jahre festgeschrieben.  Zu kritisieren sind die sehr großen Stellplatzflächen ohne Bäume, die oberirdischen Abstellräume und Fahrradabstellhäuser schein zu klein für den Bedarf zu sein. Der Plan wurde mit 8:3 dem Rat zum Beschluss empfohlen.

>>Lageplan

liegt bei

Bebauungsplan Ohlendorf 15 "Ohlendorfer Straße/Zum Lehmsaal"

Diese Fläche ist viel besser zur Bebauung geeignet und liegt mitten im Ort. Wurde einstimmig beschlossen. >>Lageplan liegt bei.

Mit freundlichen Grüßen

Gerd Otto Kruse"

 




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