11.08.2020

Vielfalt schützen – Zukunft retten! Auch in Seevetal!

unter diesem Motto sammelten wir als Bündnispartner an drei Orten in Seevetal viele Unterschriften zum Volksbegehren „Artenvielfalt.Jetzt“ in Niedersachsen.

Am Donnerstagnachmittag in Bullenhausen, am Freitagnachmittag in Hittfeld und am Sonnabendvormittag in Meckelfeld. Hinter dem Volksbegehren steht ein Bündnis mit mehr als 200 Partnern, darunter viele Umwelt- und Naturschutzverbände, Vereine, Parteien sowie weitere Organisationen.

 

>>HIER geht es zu unserer Pressemitteilung.

 

Unser Stand in Bullenhausen

Berthold Brecht Zitat:

Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen

Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,

wie man schneller sägen könnte,

und fuhren Mit Krachen in die Tiefe,

und die ihnen zusahen,

Schüttelten die Köpfe beim Sägen

und Sägten weiter. –

Bertolt Brecht, Exil, III

23.07.2020

Hier bekommen Sie Unterschriftsbögen und hier können Sie Ihre Bögen in Seevetal abgeben

Seevetal hat eine Anlaufstelle für das Anfordern leerer Unterschriftsbögen und die Abgabe ausgefüllter Bögen.

Wenden Sie sich bitte an

Christina von Heydebreck,
Fachenfelder Weg 138
21220 Seevetal-Maschen
christina_von_heydebreck(at)gruene-seevetal.de

Tel.: 04105/155888

 

 

Erste Unterschriftsliosten wurden in Seevetal, Hanstedt und Salzhausen an die Gemeindeverwaltungen  übergeben.

Hier der Artikel aus dem Elbe & Geest Wochenblatt vom 22.7.2020:

Wir sammeln Unterschriften für das Volksbegehren "Artenvielfalt.Jetzt"

Wir sammeln jetzt Unterschriften!

Die erste Stufe des Volksbegehrens „Artenvielfalt.Jetzt“ ist nun gestartet.

Die noch geltenden Corona-bedingten Einschränkungen erschweren noch den Betrieb von Ständen und das Durchführen öffentlicher Veranstaltungen. Daher werden wir diese erst nach den niedersächsischen Sommerferien betreiben.
Auf jeden Fall kann jede/r ab sofort im Bekannten-, Freundes-, Vereinskreis usw. kräftig Unterschriften sammeln.

10.04.2020

Corona-Krise: Volksbegehren ARTENVIELFALT JETZT! startet später

Die Corona-Pandemie, die das öffentliche Leben in großen Teilen der Welt lahm gelegt hat, macht auch vor den GRÜNEN nicht Halt. So betrifft sie nun auch das geplante Volksbegehren ARTENVIELFALT JETZT!

An unserer Überzeugung, dass wir in Niedersachsen ein solches Volksbegehren brauchen, hat sich nichts geändert. Die GRÜNEN haben deshalb in Seevetal und fast allen anderen Gemeinden und Kreisen des Landes lokale Aktionsbündnisse mit vielen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppierungen gebildet, die bereits intensiv zusammenarbeiten. Auf diese Weise setzen wir mit unserem gemeinsamen Auftreten ein deutliches Zeichen nach außen, dass es uns mit den Anliegen des Volksbegehrens ernst ist.

Trotzdem können wir nicht so tun als ob das, was in diesen Tagen um uns herum geschieht, nicht existiert. Aufgrund der Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus werden derzeit bundesweit weitreichende Entscheidungen getroffen: Veranstaltungen sind abgesagt, Schulen und Kitas, Gaststätten und Geschäfte geschlossen. Es gilt, Face-to-Face-Kontakte zu Personen außerhalb des eigenen Haushalts auf ein Minimum zu beschränken, um die Ausbreitung der Virusinfektion weit möglichst zu verlangsamen. Wer sich nicht daran hält, macht sich mittlerweile strafbar.

Unterschriften sammeln setzt jedoch Vernetzung und direkte Kontakte voraus. Daher können wir nicht wie vorgesehen Ende März mit der Unterschriftensammlung für das Volksbegehren beginnen.

Bis auf Weiteres wird deshalb alles weiter vorbereitet, damit wir das Volksbegehren mit vollem Elan starten können, sobald die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nicht mehr notwendig sind.

 

 

Der Schutz der Artenvielfalt ist eine zentrale Zukunftsaufgabe

Grüne im Kreis Harburg unterstützen Volksbegehren zur Rettung der Artenvielfalt. Am heutigen Tag des Artenschutzes fordern die Seevetaler Grünen zur Bekämpfung des anhaltenden Rückgangs unserer heimischen Tier- und Pflanzenarten wirksame gesetzliche Grundlagen zum Schutz der Natur.

„Wir brauchen endlich die richtigen Grundlagen für den Arten- und Biotopschutz. Deshalb unterstützen wir das Volksbegehren „Artenvielfalt.Jetzt!“, damit auch unsere Enkelkinder eine intakte, vielfältige Umwelt erleben können“, erklärte Rainer Weseloh, Vorsitzender der Seevetaler Grünen. „Etwa die Hälfte der rund 11.000 Tier und Pflanzenarten in Niedersachsen sind bedroht; fast 2/3 unserer Wildbienenarten stehen auf der Roten Liste. Inzwischen nehmen selbst Allerweltsarten wie der Star in ihren Beständen ab, weil ihnen einfach die Lebensgrundlage fehlt“, sagte Weseloh. Gerade die in den letzten Jahren öffentlich diskutierten Studien zum Insektensterben zeigten, dass jetzt gehandelt werden muss.

Das Artensterben hat nach Einschätzung der Grünen viele Gründe.
Klar sei aber, dass die intensive Nutzung der Landschaft mit hohem Dünger- und Pestizideinsatz sowie die Verinselung der Lebensräume zu den wesentlichen Ursachen gehören. Mit dem Volksbegehren kann ein klarer gesetzlicher Rahmen zum Schutz der Arten geschaffen werden. „Bei der Umsetzung dieser überfälligen Aufgabe wollen wir unsere regionale Landwirtschaft nicht allein lassen. Der vielerorts vorhandene Reformwille muss auch finanziell gestärkt werden, um landwirtschaftliche Betriebe nicht weiter zu gefährden.
Um unsere Ökosysteme, unsere heimischen Wildpflanzen, Insekten und Wirbeltiere zu retten, haben bislang aber weder die Bundes- noch die Landesregierung ernsthafte Maßnahmen ergriffen, deshalb müssen wir jetzt handeln“ fordert Weseloh.

Hintergrund:
In Deutschland ist jede dritte Tier- und Pflanzenart in ihrem Bestand bedroht, bei den Wirbeltieren sind es gar zwei von drei Arten. Zahlreiche Arten sind vom Aussterben bedroht, unter anderem fast ein Fünftel aller Tagfalterarten. Deutschland hatte sich vor 10 Jahren international verpflichtet bis 2020 das Artensterben zu stoppen. Aber trotz einzelner Artenschutzerfolge ist die Bilanz nach zehn Jahren in Deutschland verheerend.

Zum Schutz der Arten ist es zwingend erforderlich, dass die EU-Landwirtschaftspolitik dasnaturverträgliche Wirtschaften fördert und nicht die Flächengröße! Die Rahmenbedingungen müssen so gesetzt werden, dass auch kleinere Betriebe ihr Auskommen haben. Die Mittel müssen umgeschichtet werden von der Flächenprämie auf eine Anreiz-Förderprämie für eine möglichst naturgemäße Landwirtschaft ohne übermäßigen Dünger- und Gülleeinsatz (beides belastet zunehmend unser Grundwasser!) und ohne Anwendung von Herbiziden und Pestiziden.

URL:http://gruene-seevetal.de/volksbegehren-artenvielfaltjetzt/